Ananas - Exotische Leckerei und natürliches Heilmittel

ananas Die Ananas ist ein kleines Wunder der Natur. Denn die Frucht mit ihrer harten Schale und dem gelben Fruchtfleisch ist zum einen lecker, sondern auch reich an Vitaminen und Nährstoffen. Schon lange wird die Ananas darum auch als Naturheilmittel eingesetzt. Im Folgenden wird die Herkunft der Ananas sowie einige ihrer Vorzüge darum genauer beschrieben.

Ananas Herkunft und Sorten

Denkt man an eine Ananas, dann denkt man fast automatisch auch an Hawaii. Dabei hat die Insel heutzutage nicht mehr viel mit der Ananas zu tun. Denn eigentlich kommt die Frucht aus Südamerika und wurde dort bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hauptsächlich angebaut. Als Christopher Kolumbus auf seiner zweiten Seereise auf Guadeloupe ankam, boten ihm die Einheimischen Ananasfrüchte als Willkommensgeschenk an. Für die Seefahrer waren die Ananasfrüchte ein wahrer Segen, da die Früchte mit ihren Vitaminen ideal waren, um gegen typische Krankheiten wie Skorbut vorzubeugen. Kolumbus legte deshalb einen kleinen Vorrat auf seinen Schiffen an und brachte die Ananas so nach Europa.

Es waren allerdings die Portugiesen, die die Ananas auch international bekannt machten, da sie die Frucht um 1502 unter anderen nach Sankt Helena und um 1550 nach Indien brachten. Von da an wurden die Früchte in nahezu jeder Region der Tropen angebaut, während in Europa erst ca. um das Jahr 1700 herum die Zucht der Ananas in Glashäusern begann. Besonders England und Frankreich waren damals bekannt für ihre Ananasexporte.

Hauptanbaugebiet der Ananas

ananas Hauptanbaugebiet Im 19. Jahrhundert kam es dann zur Spaltung des Marktes. Während die USA ihre Ananasfrüchte aus der Karibik bezogen, wurde Europa größtenteils von den Azoren mit Ananas beliefert, wodurch die Zucht der Früchte in Glashäusern stark zurückging. Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte sich Hawaii als Hauptanbaugebiet der Ananas. Allerdings wurde die Insel nach 1950 nach und nach von den Philippinen und Thailand abgelöst, sodass heutzutage der größte Anteil der Ananasexporte aus diesen Ländern kommt.

Cayenne und Queen Ananasfrüchte

Je nach Anbaugebiet gibt es viele verschiedene Sorten von Ananasfrüchten, die der Übersicht halber in 5 größere Gruppen zusammengefasst werden. Die Hauptgruppe ist hierbei die Cayenne-Gruppe, die unter anderem die ursprünglich aus Frankreich stammenden „Smooth Cayenne“-Früchte beinhaltet. Die Früchte können bis zu vier Kilo schwer werden und sind bekannt für ihr sehr aromatisches Fruchtfleisch. Die nächstgrößere Gruppe ist die Queen-Gruppe mit Sorten wie „Victoria“ oder „MacGregor“. Die Früchte dieser Gruppe werden nur bis zu 1,3kg schwer, sind dafür aber sehr süß und aromatisch.

Spanish, Pernambuco- und Perolera Ananasfrüchte

Ananas aus der sogenannten Spanish-Gruppe sind rot-orange, haben aber weißes Fruchtfleisch und können bis zu 2,3kg wiegen. Ananasfrüchte aus der Pernambuco-Gruppe und der Perolera-Gruppe sind dagegen kleiner und weniger verbreitet, da sie hauptsächlich in ihren lokalen Anbaugebieten wie zum Beispiel Brasilien vertrieben werden.

Die Ananas als Nährstoff-Lieferant

Die Ananas enthält viele Stoffe, die der Mensch zum täglichen Leben benötigt und die er sich normalerweise über unterschiedliche Nahrungsmittel zuführen muss. So finden sich unter anderem sehr viele Vitamine wie Vitamin C, Biotin, Beta-Karotin, Riboflavin, Thiamin und Niacin. Unter anderem sind die Vitamine wichtig für das menschliche Immunsystem und können Krankheiten vorbeugen oder die Genesung beschleunigen. Zusätzlich finden sich in der Ananas aber auch Spurenelemente wie Magnesium, Calcium, Mangan, Phosphor, Kalium, Eisen, natürliches Iod und Zink.

Ananas – das Lächeln der Natur

Essen macht zufrieden und glücklich – dieser Satz trifft auf den Verzehr von Ananasfrüchten eindeutig zu. Denn unter anderem liefert das Fruchtfleisch die Neurotransmitter Serotonin und Tryptophan, welche im Gehirn zum Erzeugen von guter Stimmung, Zufriedenheit und auch Entspannung zuständig sind. In den USA wird Tryptophan deswegen unter anderem als Antidepressivum eingesetzt, während es in Deutschland als Beruhigungsmittel und Einschlafhilfe erhältlich ist. Serotonin hat dagegen eine lösende Wirkung und befreit von Ängsten, Nervosität und Anspannung. Tritt ein Mangel des Hormons auf, wirken die Betroffenen oft gereizt und aggressiv. Dagegen eine hohe Konzentration, wie sie im Fruchtfleisch der Ananas vorkommt, baut Stress ab und beruhigt. Ein zusätzlicher Inhaltsstoff der Ananas, Vanillin genannt, verstärkt noch die Wirkung des Serotonins und fördert das Glücksgefühl. Zudem gilt es als euphorisierend und soll auch aphrodisierende Wirkungen haben.

Aber eine Ananas macht nicht nur zufrieden, sondern auch wach und konzentriert. Denn Mineralien wie Calcium, Zink und Eisen sind bekannt dafür, die geistige Leistung anzukurbeln und ebenfalls Stress abzubauen. Menschen mit einem ausgewogenen Calcium-Haushalt gelten beispielsweise als sehr geduldig und lassen sich von nichts so schnell aus der Ruhe bringen, wogegen Zink dafür sorgt, dass man sich auch über einen längeren Zeitraum hinweg gut konzentrieren kann. Man könnte also sagen, dass der Verzehr von Ananas sowohl glücklich als auch klug macht.

Die Frucht, die schön macht

ananas macht schön Nicht nur der Geist, sondern auch der Körper profitiert davon, wenn man sich öfter mal eine Ananas gönnt. Denn durch seine natürliche Fruchtsäure wirkt die Ananas entschlackend auf den Körper. Das heißt, dass Abfallprodukte von Nahrungsmitteln, die sich in den Zellen ablagern, besser aus dem Körper gespült werden. Dadurch werden vermeintliche Giftstoffe und schädliche Abfallprodukte aus dem Organismus geschwemmt und der Körper sowie der Stoffwechsel quasi von Innen gereinigt. Das hat auch eine Entlastung des Kreislaufs zur Folge.

Aber nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich kann die Ananas viel Gutes für das Aussehen tun. Wenn man den Saft aus dem Fruchtfleisch auf die Haut aufträgt, werden Alters- und Sonnenflecken aufgehellt und abgestorbene Hautzellen werden aufgelöst. Zudem kann eine Gesichtsmaske aus dem Fruchtfleisch der Ananas die Haut mit benötigter Feuchtigkeit versorgen. Die Haut wird dadurch nicht nur glatter, sondern erhält auch ihre Elastizität wieder zu einem gewissen Grad zurück, wodurch unerwünschte Fältchen ganz einfach beseitigt werden können. Außerdem unterstützt der Ananassaft die Bildung neuer Hautzellen. Darum finden sich auch häufig Enzyme aus der Ananas in Kosmetikprodukten, die einen verjüngenden Effekt haben sollen, weil sie die Haut auch bei älteren Menschen noch gesund und jung wirken lässt.

Ananas ist Gesund und lecker

ananas schmeckt gut Aufgrund ihres Vorrats an Vitaminen, Mineralstoffen und natürlichen Enzymen ist die Ananas eine perfekte Kur gegen viele gängigen Beschwerden wie Nierensteine, Entzündungen, Blasenbeschwerden oder auch eine Grippe. Während die Vitamine das Immunsystem stärken und den Genesungsprozess fördern, wirken die Enzyme entzündungshemmend und kurbeln zudem auch den Stoffwechsel an. Dadurch wird unter anderem Fett bei der Verdauung besser verbrannt, was zum einen bei einer Diät den Gewichtsverlust fördert und zum anderen Krankheiten wie einem Herzinfarkt vorbeugt. Zusätzlich wirken die Enzyme Muskelentspannend, was besonders nach körperlichen Anstrengungen wie Sport wichtig ist, um Krämpfe zu vermeiden und das Risiko eines Muskelkaters zu verringern.

Bromelain – die Geheimwaffe der Ananas

Ein Enzym, das ausschließlich in der Ananas zu finden ist, heißt Bromelain. Dabei handelt es sich um eine Aminosäure, die gerinnungs- und entzündungshemmend wirkt. Unter anderem bewirkt Bromelain den Abbau von Fibrin, das bei der Bildung von Wundverschlüssen produziert wird und die Blutgerinnung verlangsamen soll, was in zu hoher Konzentration zur Bildung von Klumpen und Gerinnseln führen kann. Außerdem gilt Bromelain als reinigend und wund-heilend, da es Protein-Verbindungen aufspalten kann. Das ist besonders wichtig bei der Beseitigung von Krankheitserregern wie Viren, die ebenfalls aus Proteinen bestehen und von dem Bromelain zerstört werden, bevor sie durch eine offene Wunde in einen Organismus gelangen und sich verbreiten können. Aber auch gegen Darmparasiten wirkt Bromelain sehr effektiv.

Der Grund dafür liegt darin, dass Parasiten wie Bandwürmer im Organismus eigene Enzyme freisetzen, um beispielsweise Teile des Darm aufzulösen und sich dort besser festbeißen zu können. Indem das Bromelain die von den Würmern produzierten Enzyme aufspaltet, wird die Lebensgrundlage der Parasiten gefährdet. Sie lösen sich über kurz oder lang von allein ab und verlassen den Körper ihres Wirtes wieder. Das Bromelain sorgt auch dafür, dass Narbengewebe abgebaut wird und Abfallstoffe der Zellen vom Organismus besser entfernt werden können. Das spielt besonders bei älteren Menschen eine Rolle, deren Organismus meist nicht mehr leistungsfähig genug ist, um die Abfallprodukte selbstständig abzubauen, sodass es zu Blutverunreinigungen kommen kann. Durch Bromelain werden die Verschmutzungen allerdings behoben und das Blut kann ungehindert fließen.

Von den reinigenden und gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Bromelain erhofft sich auch die Krebsforschung einen Durchbruch. Erste Studien haben bereits gezeigt, dass das Ananas-Enzym durch seine entzündungshemmende Wirkung und den Abbau von Narbengewebe unter anderem das Risiko einer Bildung von Tumoren deutlich verringern kann. Darüber hinaus aktiviert das Enzym die körpereigenen Abwehrkräfte, die Fremdkörper und krankes Gewebe bekämpfen sollen. Die Wirkung von Bromelain wurde bereits im Rahmen alternativer Therapien gegen Darm- und Brustkrebs ausprobiert und scheint vielversprechend. Denn dadurch, dass das Enzym die aus Proteinen bestehende Schutzschicht von Krebszellen auflösen kann, kann das Immunsystem das erkrankte Gewebe effektiv beseitigen und so zu einem Rückgang von Metastasen führen. Bromelain gilt darum als große Hoffnung im Kampf gegen den Krebs und macht die Ananas als leckeres und natürliches Heilmittel für den Menschen umso wertvoller.